Im Stu­di­um gibt es immer wie­der eini­ge essen­ti­el­le Punk­te zu beach­ten, damit mit dem Abschluss letzt­end­lich auch alles klappt, wie es geplant war. Um pro­ble­ma­ti­sche Situa­tio­nen mög­lichst zu ver­hin­dern, möch­ten wir euch auf eine Rege­lung auf­merk­sam machen, die bis­her lei­der viel zu wenig Beach­tung fand und auch bei­na­he schon ihre ers­ten Opfer gefor­dert hät­te. Betrof­fen davon sind alle, die im Bache­lor­stu­di­um das PS Jid­disch besuch(t)en und pla­nen, im Mas­ter­stu­di­um Jüdi­sche Kul­tur­ge­schich­te zu absol­vie­ren. In die­sem MA-Cur­ri­cu­lum sind  näm­lich in Modul 3, “Sprach­kom­pe­ten­zen Jid­disch”, die drei Sprach­kur­se Jid­disch 1–3 vor­ge­se­hen. Vie­le absol­vie­ren die­se bereits im BA-Stu­di­um, wofür sie prin­zi­pi­ell ja auch anre­chen­bar sind — doch sofern man vor­hat, die­ses Mas­ter­stu­di­um zu wäh­len, darf man sie sich eben nicht schon als Freie Wahl­fä­cher für den Bache­lor in den Prü­fungs­pass schrei­ben

Der Grund dafür ist jener, dass Kur­se, von denen es nur genau eine Ver­si­on gibt und die nicht aus­tausch­bar sind (wie die ver­schie­de­nen the­ma­ti­schen PS, SE und VO) inner­halb von auf­bau­en­den Stu­di­en gene­rell auch nur ein ein­zi­ges Mal ange­rech­net wer­den dür­fen. Nach­dem der BA Ger­ma­nis­tik eine Vor­aus­set­zung für den MA Jüdi­sche Kul­tur­ge­schich­te ist, fal­len sie bezüg­lich des auf PLU­Son­line für bei­de Stu­di­en zuge­ord­ne­ten PS Jid­disch auch in die­se Rege­lung. Das heißt kon­kret: Man kann die Jid­disch-Kur­se zwar sehr wohl schon wäh­rend des Bache­lor­stu­di­ums absol­vie­ren, darf sie sich aller­dings erst fürs Mas­ter­stu­di­um anrech­nen las­sen. (Ein sol­cher Trans­fer ist “eigent­lich” unter­sagt, doch aus prag­ma­ti­schen Grün­den mög­lich.) Ansons­ten tritt näm­lich der kei­nes­wegs wün­schens­wer­te Fall ein, dass man für die­sen Mas­ter gesperrt wird, nach­dem es nach der Ein­mal-Anrech­nungs­re­gel nicht mehr mög­lich ist, die­se LVen abzu­schlie­ßen — da sie ja schon im BA-Prü­fungs­zeug­nis ein­ge­tra­gen sind — , die jedoch für den MA ver­pflich­tend wären.

Bei all jenen, die schon kurz vor dem Ein­rei­chen des Prü­fungs­pass ste­hen und nur mit­samt der ECTS der Jid­disch-Sprach­kur­se, die sie nun aller­dings strei­chen müs­sen, die erfor­der­li­che Zahl an Frei­en Wahl­fach-ECTS erhal­ten wür­den, ist es lei­der nötig, noch mal LVen im Aus­maß der abzu­zie­hen­den Punk­te zu absol­vie­ren. Umso wich­ti­ger ist es, dass ihr euch gleich jetzt zu Beginn des neu­en Semes­ters dar­über klar wer­det, ob auch ihr betrof­fen seid. Auch wir sind eher durch Zufall ange­sichts eines kon­kre­ten Fal­les auf die­se bis­her nie ange­spro­che­ne Rege­lung gesto­ßen; weil dabei ein sol­cher unglück­li­cher Aus­gang nur durch eine Ver­ket­tung güns­ti­ger Umstän­de gera­de noch ver­hin­dert wer­den konn­te, möch­ten wir in Zukunft ver­stärkt auf die­ses Pro­blem auf­merk­sam machen. Schließ­lich soll jeder die Mög­lich­keit haben, sei­nen per­sön­li­chen Stu­di­en­in­ter­es­sen nach­zu­ge­hen, und nie­mand auf sein Wunsch-Mas­ter­stu­di­um ver­zich­ten müs­sen! 

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Pho­to by Giu­lia Ber­tel­li on Uns­plash