Podiumsdiskussion „Schwere Knochen“ von David Schalko

Datum: Montag, 13. Mai 2019
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Ort: KunstQuartier, Berggasse 2, 5020 Salzburg

„Es war einmal in Österreich – Geschichte, Literatur und Moral in der zeitgenössischen Kritik“. Ein Podiumsgespräch aus Anlass von David Schalkos Roman Schwere Knochen (2018)
Mit Helga Embacher (Historikerin), Helmut Lethen (Kulturwissenschaftler, Germanist), Johanna Öttl (Literaturwissenschaftlerin, -vermittlerin), Evelyne Polt-Heinzl (Literaturwissenschaftlerin, -kritikerin) 
Konzept: Thomas Assinger (FB Germanistik) 
Moderation: Eva Krallinger-Gruber (Journalistin) 

Nach dem Erscheinen von Schwere Knochen im vergangenen Jahr ist man sich uneinig wie selten. Als „Buch des Jahres“ (H. Lethen in der SZ) gefeiert und als „Vollverhau“ (K. Nüchtern im Falter) erledigt, ist Schalkos Roman mehr als der Zankapfel in einer Debatte um einen wie immer guten oder schlechten literarischen Text. Er erzählt die Leben und Karrieren von vier Kriminellen, die als Kapos im KZ ihr ‚Handwerk‘ perfektionieren, um nach der Befreiung mit Berechnung und Härte die Wiener Unterwelt zu übernehmen. Dieser Versuch einer genuin österreichischen Verbrecher-Saga – „inspiriert von wahren Begebenheiten“ – schließt provokante Positionierungen gegenüber der literarischen Tradition ebenso mit ein wie gegenüber dominanten Diskursen zu (Post-) Nazismus und alliierter Besatzung in Nachkriegsösterreich. Auf dem Podium werden vier anerkannte Persönlichkeiten aus Literatur- und Kulturwissenschaft, Kritik und Zeitgeschichte ihre Sicht auf den Roman vorstellen und anschließenden Fragen Raum geben – nach dem Verhältnis von österreichischer Geschichte und Literatur, nach Aufgaben und Funktionen von Kritik, nach moralischen und politischen Herausforderungen durch Literatur, ihrem Verhältnis zur Verfassung der Gesellschaft und zum historischen Selbstverständnis des Landes.

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